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[Strictly
Public] ist ein Zusammenschluss von vier bildenden Künstlerinnen,
Gudrun Kemsa, Anke Landschreiber, Monika Pirch und Myriam Thyes, die
Kunst in den öffentlichen Raum bringen. Künstler/innen zeigen Videos,
Computer-Animationen usw. an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen
Räumen und transportieren damit Kunst in einen bisher kunst-freien
(medialen) Raum. Bevorzugt auf schon eingerichteten Videoboards,
eingebettet in das normale Programm der Betreiber, zwischen Nachrichten
und Werbung, interveniert [STRICTLY PUBLIC] in bestehende visuelle
Repräsentationen und überrascht so das Publikum mit ungewohnten
Seherfahrungen. Für die einzelnen Medien und Standorte werden jeweils
eigens Arbeiten geschaffen: Die Künstler/innen befragen die
Rahmenbedingungen, setzen auf je eigene Art Thema und Ästhetik ihrer
Arbeit in Beziehung zum räumlichen und sozialen Umfeld, zur evt.
vorgegebenen Dauer der Filme und zu ihrer möglichen Wirkung innerhalb
eines Informations- und Werbe-Programms.
Immer geht es [STRICTLY PUBLIC] auch darum, in Repräsentationen
wirtschaftlicher oder politischer Autoritäten vorzudringen ,
künstlerische Anschauungen dazwischen zu mischen, einzubringen. Die
Aktionen im öffentlichen Raum werden begleitet von Präsentationen der
Projekte in KunstInstituten. Parallel dazu betreibt [STRICTLY PUBLIC]
eine Website unter dem Namen www.strictlypublic.org, die alle Projekte
ankündigt und mit Pressespiegel dokumentiert, sowie die Künstler/innen
mit Streaming Videos, Stills und Viten vorstellt.
[ARTSCREEN 2000] Anfang 2000 fand das erste Projekt, Videokunst
auf Infoscreens in U-Bahnhöfen in NRW, statt. 12 Künstler/innen
zeigten - parallel auf 25 Screens in 9 U-Bahnhöfen in Bonn,
Düsseldorf, Essen und Köln - 10 Videos à 20 Sekunden. Sie wurden
eingebettet in das normale Programm des Betreibers. Täglich wurden zwei
verschiedene Videos alle 7-8 Minuten (und im Laufe der Wochen
turnusmäßig) wiederholt. Am Eröffnungstag fand parallel eine
Präsentation in der Kunsthalle Düsseldorf statt. Die Begrüßung
sprach die Direktorin Marie Luise Syring vor über 200 Besucher/innen.
[ArtSquare] im Kunstverein und in der Kunsthalle Düsseldorf. Am
24. Juni 2000 zeigten die an [artscreen 2000] beteiligten
Künstler/innen anlässlich der „Mittsommer-Nacht" in Düsseldorf
18 längere Beiträge, von innen nach außen projiziert, im Fenster des
Kunstvereins Düsseldorf. Als Ehrengast beteiligte sich Nan Hoover aus
Amsterdam. Anlässlich von „Kultur in Bewegung", einer Aktion der
Düsseldorfer Kulturinstitute am 16. und 17. Sept. 2000, wurde in der
Kunsthalle Düsseldorf dasselbe Programm ein Wochenende lang wiederholt.
[ARTSCREEN 2001] Videokunst auf Infoscreens in NRW von Januar bis
März 2001. Gegenüber der ersten Aktion [ARTSCREEN 2000] verdoppelte
sich die Anzahl der teilnehmenden Künstler und damit der Beiträge
nahezu. Eröffnung war im Foyer des museum kunst palast, Düsseldorf.
Zur Begrüßung sprach der Generaldirektor des Museum, Jean-Hubert
Martin. Einführung: Dr. Bettina Baumgärtel, Leiterin der
Gemäldesammlung. Während die Videos in den U-Bahnhöfen anliefen,
wurde am Eröffnungsabend, sowie am anschließenden Wochenende im Foyer
des museum kunst palast ein erweitertes Programm gezeigt: Parallel auf 8
Monitoren waren rund 40 verschiedene Videos zu sehen, ein Programm von
über 2,5 Stunden.
[STRICTLY PUBLIC] zu Gast beim backup_festival.
Neue Medien im Film 2001, E-Werk, Weimar
Aus dem Katalogtext, Nov. 2001:
[STRICTLY PUBLIC] Videokunst im öffentlichen Raum
Im urbanen Lebensraum sind Nischen entstanden, um Information (vor allem
Werbung) zu veröffentlichen.
[STRICTLY PUBLIC ] erschließt sich diese Bereiche unter ganz eigenen
Gesichtspunkten. (...) Die Gruppe greift bestehende Strukturen auf, ihre
Arbeiten bevölkern u.a. Videoboards in Bahnhöfen, auf öffentlichen
Plätzen. Deren soziales und räumliches Umfeld, der urbane Lebensraum,
Bahnhöfe als Knotenpunkte öffentlichen Verkehrs und die eigentlichen
Nutzer aus Wirtschaft und Werbung werden thematisiert.
Das Format solcher Infoscreens diktiert eine Cliplänge von 20 - 30 s.
Die KünstlerInnen inszenieren in diesem kurzen Zeitraum prägnante
Geschichten. Mit reduzierten, rein visuellen Mitteln erzeugen sie eine
Spannung, die die flüchtige Situation verdichtet und die Passierenden
zum Stillstand bringt. backup präsentiert in der Festivalwoche vom 5.
bis zum 11. November 2001 [ STRICTLY PUBLIC ] in Leipzig auf dem
LED-Board. 11 verschiedene Clips werden vor dem Hauptbahnhof zu sehen
sein. Ein zweites Programm mit längeren, audiovisuellen Arbeiten
derselben Künstler wird in der Ausstellung gezeigt. Die Auswahl der
Filme wurde von [ STRICTLY PUBLIC ] getroffen.
[a r t w o r k s] Videokunst in 26 Hauptbahnhöfen bundesweit.
Veranstalter: Bundesverband der Galerien in Deutschland und Kultur im
Bahnhof. Eine Initiative und ein Videokunst-Programm der
Künstler-gruppe [STRICTLY PUBLIC].
Von September bis November 2002 zeigten 14 Künstler/innen Videokunst
auf den Screens von Bahninform in 26 Hauptbahnhöfen mit 3 monatlich
wechselnden Programmen. An den Eröffnungen wurde das ganze
Videokunst-Programm, sowie Interviews mit den Künstlern
(Dokumentation von Maria A.Tappeiner) gesendet.
Ob Eröffnung oder Alltag: Immer wurden die Videos, wie das ganze
BahnInform-Programm, zentral bundesweit ausgestrahlt.
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