CLEMENTINE KLEIN, Bild-Objekte
Galerie im Bezirksrathaus
17. November bis 15. Dezember 2006
Presseartikel zur Ausstellung (PDF, 286 kb)

Richtig arbeiten kann Clementine Klein nur in den warmen Sommermonaten. Ihr Hauptwerkstoff
ist Gießharz. Sie bearbeitet ihre Materialcollagen mit dem Werkstoff, der sich nur oberhalb 20 Grad
Celsius härtet. Sie sammelt Alltagsgegenstände, oftmals Spielzeug, die sie "einschweißt"
und zu oftmals großen Bildtafeln erarbeitet. Sie nennt ihre Arbeiten auch Stillleben. Doch stumm sind diese
Objekt-Bilder keineswegs. Es sind dreidimensionale Collagen mit deutliche gesellschaftspolitischen Zügen,
wenngleich ihre Werke nicht als "politisch" bezeichnet.
Zur Zeit arbeite sie an einem neuen Großprojekt: Eine historische Jaguar-Limousine wird der Länge
nach (inklusive Innenausstattung und Motorblock) in elf (!) Scheiben zersägt. Jede dieser Scheiben
wird von ihr in Polyester gegossen. Eine Blasphemie? Das, was Männer lieben, zerstört sie.
Doch es überlebt auf kunstvolle Weise. Wie Insekten in Bernstein sind ihre Arrangements für die
Ewigkeit konserviert.
Clementine Klein wurde 1948 in Opladen geboren. Dort wuchs sie auch auf und bestand
ihr Abitur. Von 1967 an studierte sie an den Kölner Werkschulen Malerei und Grafik bei Professor Will.
Von 1975 bis 1982 absolvierte sie ein Zweitstudium in Köln in den Fächern Biologie und Deutsch
auf Lehramt/Gymnasium. Sie arbeitete an mehreren Schulen zwischen Köln, Bonn und Essen.
Malerei, Fotografie und Objektbilder beherrschten ihr künstlerisches Leben. Neben umfangreicher
Ausstellungstätigkeit erhielt Clementine Klein viele Preise und Auszeichnungen in Russland, Griechenland,
Österreich, Israel, Italien und Deutschland. Viele ihrer Arbeiten befinden sich in öffentlichen
Sammlungen im In- und Ausland, so z.B. in der Sammlung Gruber / Köln.