ROBERT SPERANZA, "Künstliche Polizei" - eine Installation
Hochbunker, Köln-Ehrenfeld
19. Oktober bis 18. November 2007
Nach der ersten großen Ausstellung von Kultur Köln 30 im Hochbunker
Körnerstraße im Mai mit Marina Naprushkina folgt ein weiteres Kunstprojekt des Vereins:
Robert Speranza stellt seine "Künstliche Polizei" vor. In vielen Jahren sammelte
Speranza alles, was mit "Polizei" direkt und indirekt zu tun hat oder haben könnte. Dabei geht er
großzügig mit den Zuordnungen seiner in der Sammlung komponierten polizeilichen Details um.
Kinderspielzeug, Miniaturautos, Waffenmagazine, grüne Kinderfahrräder, skurrile Videos oder
abenteuerliche Selbstinszenierungen auf Fotografie lassen alle Vorstellungen von Polizei und Ordnung(smacht)
in gänzlich neuem Licht erscheinen.
Highlight der Speranzaschen Polizeiarbeit ist sein 25-minütiger "No-Budget-TV-Krimi" - Streifen
"Godzillas Amoklauf", den der Künstler Robert Speranza in Eigenproduktion mit einem Camcorder
gedreht hat. In ihm agieren gezeichnete Papiermännchen als Polizisten, ihr Kontrahent ein
"Mr. Flexible" ist aus Schaumstoff. Speranza begann 1997 mit dem Projekt "Künstliche Polizei".
In ihm greift er ironisierend, kritisch wie augenzwinkernd das Phänomen Polizei als Institution
auf, insbesondere ihr Verhältnis (und ihre Bedeutung) zur Gesellschaft, ihre Präsenz im Leben
der Menschen als Exekutive im Alltag bis hinein in den privaten Bereich.
Robert Speranza studiert an der Städelschule in Frankfurt, war zunächst Schüler bei Jason Rhodes und Professor Hermann Nitsch. Er beendete sein Studium im Jahr 2007 bei Professor Simon Starling. Die raumfüllende Arbeit "Künstliche Polizei" mit dem Gesamttitel "Das Revier der künstlichen Polizei / Unordnungsamt / The Art Of Sisyphus" entstand in einem Zeitraum von vier Jahren. Speranza lebt und arbeitet in Frankfurt / Main.