STRICTLY PUBLIC

Konzept für eine Video-Installation im öffentlichen Raum

Köln Ehrenfeld: PIUS-CARRÉ

Obwohl ein öffentlicher Platz mit mehreren Zugangs- und Zufahrtsmöglichkeiten, wirkt das Pius-Carré merkwürdig hermetisch und unbelebt. Alte, romantische Industriearchitektur und Sozialbauten der 60er Jahre treffen aufeinander. Pflasterboden, Kachelwände und Rauhputz, kaum Menschen – kein Baum, kein Strauch.
Was könnten wir mitbringen, um die besondere architektonische Situation und die sozialen Kontraste des Platzes in einen Kontext zu bringen, der nicht kommentierend wirkt?  Das "Statische" des Platzes ist faszinierend. Mit dem Einsatz einer Videoinstallation - das heißt dem bewegten Bild  - versprechen wir uns ein Durchdringen von Außenraum und Innenraum. Eine "künstliche" Belebung,  eine Simulation von Aktion. Instant-Bild und Instant-Bewegung.

Der Platz als öffentlicher und zugleich geschlossener Ort. Die alte Fabrik mit ihrer Schachtelarchitektur und den Sprossenfenstern dominiert wie ein Käfig oder auch Treibhaus den nicht überdachten Innenraum des Platzes - und in Kachelfassaden eingesetzte "Gewerbefenster". Diese unterschiedlichen Strukturen werden durch sich räumlich aufeinander beziehende Videoprojektionen zu einer virtuellen Realität. Das sichere Wissen und Feststellen von real und irreal, Fiktion und Wirklichkeit wird aufgehoben.

Das "Treibhaus" -  eine Kulisse und ein Hort eines scheinbar unerschöpflichen Reichtums von Bildern.

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