Plakatwettbewerb
Plakatwettbewerbsieger 2018
Wettbewerbsieger 2018:
Der Entwurf von Julja Schneider

Der Kunstverein Kultur Köln 30 und die IG Ehrenfeld haben die Siegerin des 17. Ehrenfelder Kunstpreises für das künstlerisch gestaltete Plakat zum Straßenfest auf der Venloer Straße 2018 ermittelt.

Die Entscheidung der Jury fiel besonders schwer. Lange wurden drei starke Vorschläge abgewogen. Fast wären alle drei Bewerber zum Sieger erklärt worden. Das hätte in diesem Jahr drei verschiedene Plakate bedeutet. Schließlich entschied man sich für Julja Schneider mit einer symbolträchtigen Komposition aus Malerei und Text. Ihr Bildvorschlag wird sicher viel Aufmerksamkeit als Plakatmotiv hervorrufen. Die Siegerin erhält 1000 Euro. Den zweiten Platz mit einer Preissumme von 350 Euro wurde dem Wuppertaler Künstler Konstantin Nemerov zugesprochen. Den dritten Platz und damit noch 150 Euro bekam Agii Gosse zugesprochen, ebenfalls aus Köln und Zweitplatzierte im vergangenen Jahr.


Die Künstlerin erhält nicht nur das ansehnliche Preisgeld, sondern ihr Siegermotiv erscheint jetzt auch tausendfach auf dem Einladungsplakat zum traditionellen Straßenfest auf der Venloer Straße. Die Preis-Jury bestand aus Mitgliedern der IG Ehrenfeld (Einzelhandel), Wilhelm Von der Gathen (Werbepraxis Von der Gathen GmbH) und Dieter Wolf (Vorsitzender Kunstverein Kultur Köln 30).

Der Kunstverein Kultur Köln 30 und die Interessengemeinschaft Ehrenfeld haben den Wettbewerb "Ehrenfelder Kunstpreis" mit freundlicher Unterstützung der Bezirksvertretung Ehrenfeld ausgelobt. Die Gestaltung des Plakates sollte frei sein. Mit einem rein künstlerisch gestalteten Plakat möchten der Kunstverein Kultur Köln 30 und die IG Ehrenfeld die Bedeutung Ehrenfelds als außerordentlicher Kulturstandort mit seinen über 30 Kunst- und Kulturorten im Stadtteil unterstreichen.

Plakatwettbewerbsiegerin 2018 Julja Schneider
Wettbewerbsiegerin 2018: Julja Schneider
Plakatwettbewerbsiegerin 2018 Julja Schneider
v.l.n.r. Konstantin Nemerov,Julja Schneider, Agii Gosse


Julja Schneider bewegt sich künstlerisch in zwei Welten. Es ist die Malerei und die Literatur. Der Auslöser für Schneiders Kunst ist die lyrische Beschreibung der Welt. Die Texte der Künstlerin bilden die Grundlage ihrer Arbeiten, sie erscheinen und werden ergänzt durch Zeichnungen, Malerei und gedruckte Elemente. Thematisch treffen solide Alltagsbeobachtungen auf innere Welten und Traumfragmente. Das Haustier trifft eine politische Aussage, das surreale Monster pocht auf die Einhaltung gesellschaftlicher Regeln. Und so sorgen formale und inhaltlichen Verschiebungen für Spannung und Humor.

Julja Schneider ist 1970 in Köln geboren. Abitur und Kunststudium (u.a. bei A.R. Penck). Mitgründerin der Produzentengalerie Kunstgewinn (1997), seit dieser Zeit zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Europa, so mehrfach in der Reihe Artconnection (Studio Dumont), zur Zeit "Wortreich", Kunstverein Wesseling und "Fußballkunst" Mittelrheinmuseum Koblenz. Julja Schneider lebt und arbeitet in Köln.

Bislang gab es sechzehn PreisträgerInnen: Ursula Knorr, Ulrike Geitel, Britta L.QL, Tekla Messer, Norbert Küpper, Jürgen Raap, Uta Schotten, Axel Höptner, Karen Betty Tobias, Daniel Jelin, Marcus Krips, Una Sörgel, Daniel Kho, Justyna Janetzek, Sabrina Falkenberg und Alin Klass wurden in den vergangenen sechzehn Jahren ausgewählt.

Alin Klass,
2017
Sabrina Falkenberg,
2016
Justyna Janetzek,
2015
Daniel Kho,
2014


Una Sörgel,
2013
Marcus Krips,
2012
Daniel Jelin,
2011
Karen Betty Tobias,
2010


Axel Höptner,
2009
Uta Schotten,
2008
Jürgen Raap,
2007
Norbert Küpper,
2006


Tekla Messer,
2005
Britta L. QL,
2004
Ulrike Geitel,
2003
Ursula Knorr,
2002


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